DIE STIMMUNGSLAGE 
IM VEREIN ERFÜHLEN

Vereinsdashboard Rheinland-Pfalz stößt auf positive Resonanz/„Ein sinnvolles Tool“

Eine Plattform, auf der Sportvereine in Rheinland-Pfalz die wichtigsten Infos zu ihrer Vereins- und Mitgliederentwicklung abrufen können. Das bietet das Vereinsdashboard RLP. Das Dashboard enthält viele Funktionen, um die Vereinsdaten visuell ansprechend und leicht verständlich zu präsentieren. 

Was ist das Tolle am Vereinsdashboard?

Peter Klein muss nicht lange überlegen.„Unter anderem, dass man eine klareÜbersicht über die Mitgliederstruktur und -entwicklung der letzten Jahre erhält“,sagt der Mann, der seit 2015 Vorsitzender des 234 Mitglieder zählenden TTCKarla in Grafschaft ist. „Wir sind ein reiner Tischtennisverein und im RTTVR einer der größten TT-Vereine. Viele unserer 240Mitglieder sind inaktiv und haben ein fortgeschrittenesAlter – aber wir haben auch viele Aktive im fortgeschrittenen Alter.


ZWISCHEN ANSPRUCH UND STILLSTAND

Im Jahr 2020 wurde das Positionspapier "Kulturgut Schwimmen in Rheinland-Pfalz erhalten" als vermeintlicher Masterplan veröffentlicht. Was ist sechs Jahre später davon noch übriggeblieben? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

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SCHWIMMEN LERNEN:​
EINE FÄHIGKEIT FÜRS (ÜBER)LEBEN

Warum immer weniger Kinder sicher schwimmen können - und as die DLRG dagegen tut


Schwimmen zu können ist weit mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Es ist eine grundlegende Fähigkeit, die Leben retten kann. Dennoch beherrschen immer weniger Kinder das sichere Schwimmen. Nach aktuellen Erhebungen können am Ende der Grundschulzeit 20 Prozent der Kinder gar nicht und rund 60 Prozent noch nicht sicher schwimmen – eine Entwicklung, die zunehmend Sorgen bereitet.

Besonders die Corona-Pandemie hat diese Situation weiter verschärft. Geschlossene Schwimmbäder, ausgefallener Unterricht und abgesagte Vereinsangebote haben ganze Jahrgänge zurückgeworfen. Doch die Ursachen reichen deutlich weiter zurück. Viele Eltern denken, Schwimmenlernen beginnt mit fünf oder sechs Jahren im Schwimmkurs“, erklärt Anja Geisel, stellvertretende Ressortleiterin Ausbildung beim DLRG-Landesverband Rheinland-Pfalz. 

„Tatsächlich beginnt es schon viel früher mit der Wassergewöhnung.“ Eltern-Kind-Kurse oder Babyschwimmen seien deshalb keineswegs ein überflüssiger Trend, sondern eine sinnvolle Vorbereitung auf das spätere Erlernen der Schwimmtechnik. Es geht dabei nicht darum, möglichst früh schwimmen zu können, sondern den Bewegungsraum Wasser spielerisch kennenzulernen. „Erst kommen Wassergewöhnung und Grundfertigkeiten wie Tauchen, Atmen und Gleiten. Erst danach sollte die eigentliche Schwimmtechnik vermittelt werden“, so Geisel. Dieser Weg dauert zwar länger, führt aber nachhaltig zu mehr Sicherheit im Wasser. 

DLRG RLP - 2025 in Zahlen

1830

ehrenamtlich Aktive

95359

geleistete Stunden

Schwimmabzeichen

  • 3.406x Seepferdchen
  • 3.238x Bronze 
  • 2.141x Silber
  • 1.211x Gold

Neue Qualifikationen

  • 35 neue Lehrscheine
  • 13 neue Ausbilder Schwimmen 
  • 4 neue Ausbilder Rettungsschwimmen
  • 32 neue DOSB-Trainer C
  • 97 Ausbildungsassistenten Schwimmen
  • 90 Ausbildungsassistenten Rettungsschwimmen

Qualifikationen gesamt

  • 579 Lehrscheine
  • 79 Ausbilder*innen Schwimmen
  • 35 Ausbilder*innen Rettungsschwimmen

Wenn der Schwimmkurs Jahre auf sich warten lässt 

Gerade dieser Unterschied zwischen Wassergewöhnung und eigentlichem Schwimmenlernen werde häufig unterschätzt. Viele Kursangebote konzentrieren sich darauf, Kindern innerhalb weniger Unterrichtseinheiten das Seepferdchen-Abzeichen zu ermöglichen. Aus Sicht der DLRG greift dieser Ansatz jedoch zu kurz. „Das Seepferdchen bescheinigt das Beherrschen von wichtigen Grundlagen. Sicher schwimmen kann erst, wer den Freischwimmer, also das Schwimmabzeichen Bronze, abgelegt hat“, erläutert Geisel.

Zu wenig Wasser, zu wenig Ausbilder*innen 

Die Ursachen für diese Engpässe sind vielfältig. Einerseits fehlt es vielerorts an geeigneten Wasserflächen. Zahlreiche Schwimmbäder oder Lehrschwimmbecken wurden in den vergangenen Jahren geschlossen, sind sanierungsbedürftig oder stehen Vereinen und Schulen nur eingeschränkt zur Verfügung. 

Damit möglichst viele Kinder schwimmen lernen, braucht es vor allem drei Dinge: mehr Wasserflächen, mehr qualifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder sowie mehr gesellschaftliche Wertschätzung für das Ehrenamt. Denn Schwimmen ist weit mehr als eine Sportart. Es vermittelt Sicherheit, stärkt das Selbstvertrauen und kann im Ernstfall Leben retten.  

„ICH KANN WIRKLICH NICHT OHNE“

Aus der Rheinwelle in die Nationalmannschaft – Mathis Schönung im Interview


Interview lesen

ZWEI BÄDER, ZWEI WEGE, EIN ZIEL

Vereine als Schwimmbadbetreiber

In Rheinland-Pfalz gibt es viele grandiose Schwimmbäder. Einige werden direkt von Vereinen betrieben. Nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil die Bäder (nur) so erhalten werden konnten. Neben dem Schwimmverein Freibad Gimbsheim, von dem an anderen Stellen in diesem Heft ausführlich die Rede ist, haben hier auch der Mainzer Schwimmverein 01 (MSV) und der Schwimmverein Dickendorf 1931 im Westerwald für positive Schlagzeilen gesorgt.

SCHWIMMEN TROTZ BAUSTELLE

Das Remagener Pop-Up-Schwimmbad macht's möglich


Nun gilt es Wort zu Halten, Herr Schnieder!

Ein Appell von Stefan Blaufelder-Bredenbeck, Abteilungsleiter Kommunikation des Sportbundes Rheinland

Mit „Dann macht es doch einfach“ reagierte im Januar der CDU-Spitzenkandidat und heutige Ministerpräsident, Gordon Schnieder, im Rahmen der Sport-Wahlarena im rheinländischen Neuhäusel auf die Aussage des Landtags-Kollegen der SPD, man sehe den dringenden Bedarf für ein wettkampftaugliches 50-Meter Becken im Land. Das Fass aufgemacht hatte David Profit, Präsident des Deutschen Schwimmverbands: „Wer in der Eifel geboren wird und heute sechs Jahre alt ist, hat im Grunde keine Chance, bei Olympia 2040 im Schwimmen anzutreten – unabhängig von Talent und Fleiß.“ Schnieder warf der bis dato SPD-geführten Landesregierung vor, sich zurückzulehnen und die Verantwortung auf die Kommunen abzuwälzen. „Es muss passieren – dann machen wir es eben gemeinschaftlich!“ Man dürfe nicht zusehen, wie die Spitzensportler, die wir im Land noch haben in andere Bundesländer abwandern.“ Wenn es gewünscht und gewollt sei, müsse das Ministerium auch mit Blick auf die ADD mehr Flexibilität an den Tag legen.

Darüber hinaus müsse das Sportförderungsgesetz dringend überarbeitet werden, so Schnieder: „Wir müssen für eine Gleichstellung der Sportarten sorgen – Vereine dürfen nicht von der Zufälligkeit abhängig sein, ob sich eine Kommune das Schwimmbad leisten kann oder nicht – eine Nutzung muss beim Schwimmen genauso kostenfrei sein, wie in anderen Bereichen - dafür braucht es von Landesseite eine einheitliche Regelung.“

Schnieder kritisierte die bislang stets abwehrende Haltung zu Doppelförderung – wenn der Bund fördert, habe sich das Land bisher zurückgelehnt und keinen weiteren Handlungsbedarf gesehen. Man habe viel zu viele Wasserflächen verloren und viel zu viele Kinder, die nicht schwimmen können – es gelte, sich in dieser wichtigen Frage gemeinsam mit einer landeseinheitlichen Strategie auf den Weg zu machen.

Nun gilt es, Herr Schnieder! Die ersten Schritte wurden gegangen: Unsere Forderungen und Themen fanden Einzug ins Parteiprogramm, von dort in Teilen in den Koalitionsvertrag. Der Sport ist künftig in der Staatskanzlei angesiedelt, ein Zeichen, dass er ein wichtiges Anliegen ist. Und blicken wir auf die erst kürzlich erfolgte Regierungserklärung, ist der Sport hoffnungsvoll gestimmt: „Wir planen eine umfassende Stärkung der Sportförderung durch die Modernisierung der gesetzlichen Grundlagen, schnellere Verfahren und die Vereinheitlichung von allgemeiner Sportförderung. Im Rahmen eines Sport-Paktes sollen mehr Mittel bereitgestellt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Nachwuchsförderung und der Weiterentwicklung einer Leistungssportstrategie, um Talente gezielt auf dem Weg zu Olympischen und Paralympischen Spielen zu unterstützen.“

Einzig der neue, für uns zuständige Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien, Torsten Welling, nahm bei der Mitgliederversammlung des Sportbundes Rheinland etwas den Fuß vom Gas: „Wir werden in den ersten 100 Tagen keine Bäume ausreißen! Es wird zunächst Gespräche geben – damit wir die Forderungen auch noch sortieren und priorisieren.“ Dennoch – in Vergessenheit werden unsere Themen sicher nicht geraten. Das machte LSB-Präsident Rudolf Storck in seiner Antwort darauf unmittelbar klar: „Zurückhaltung hat sich nicht bewährt. Wir wollen auch eine gewisse Verbindlichkeit. Wir wollen, dass nicht nur mit und über den Sport gesprochen wird, wir wollen, dass sich etwas bewegt!“


Poseidon Bäderdienst: Hilfe für heiße Zeiten

Ein Bäderdienst im Kampf gegen den Fachkräftemangel - wir stellen euch den Dienstleister "Poseidon Bäderdienst" vor.

Zug um Zug fitter und gesünder

Sport ist in jedem Alter wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung und Erhaltung. Besonders der Schwimmsport bietet eine große Vielfalt.

Schon mal was von Rettungssport gehört?

Rettungssport ist eine Sportart, die aus den Techniken der Wasserrettung entstanden ist. In RLP gibt es zwischen 300 und 400 Rettungssportler*innen. 

ANPACKEN STATT REDEN - DAS GELIGNT IM WESENTLICHEN

Er ist besonders (pfiffig). Er ist riesengroß. Er hat einen bekannten Vorsitzenden. Und er feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Grund genug, um die Scheinwerfer einmal auf den Schwimmverein Freibad Gimbsheim (SFG) und dessen ultimatives 25-Stunden-Schwimmen Mitte Juni zu richten.


Zum Vereinsporträt