Schwimmen in

Rheinland-Pfalz

  Beigeschmack garantiert


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Liebe Leser*innen,

wer das Titelbild dieser Ausgabe betrachtet, dem steigen vermutlich sofort Erinnerungen in die Nase: der verführerische Duft von Freibad-Pommes, gemischt mit Chlorwasser und Sonnencreme. Für viele von uns gehören Schwimmbäder zu den schönsten Kindheitserinnerungen. Stundenlanges Planschen, das erste Seepferdchen, Wettrutschen mit Freunden – und zwischendurch eine Portion Pommes, die nach einem langen Badetag einfach besser schmeckte als irgendwo sonst. 

Schwimmbäder sind Orte voller Emotionen, Begegnungen und Erlebnisse. Doch sie sind weit mehr als das. Denn Schwimmen ist nicht nur Freizeitvergnügen, sondern eine lebenswichtige Fähigkeit und eine anspruchsvolle Sportart. Umso besorgniserregender ist die Entwicklung, dass immer mehr Schwimmbäder aufgrund steigender Betriebs- und Sanierungskosten unter Druck geraten oder sogar schließen müssen. Gleichzeitig fehlt Rheinland-Pfalz bis heute ein olympiataugliches Wettkampfbecken. Wer schwimmt, bewegt sich also nicht nur im Wasser, sondern mitten in einer gesellschaftlichen und sportpolitischen Debatte.

In dieser Ausgabe klären wir unter anderem mit David Proft, dem Präsidenten des Deutschen Schwimmverbandes, wie es in Rheinland-Pfalz um unsere Bäder wirklich steht. Außerdem werfen wir bei den Schwimmvereinen aus Mainz und Dickendorf einen Blick hinter die Kulissen des Schwimmbadbetriebs und sprechen mit dem rheinland-pfälzischen Nationalschwimmer Mathis Schönung über seinen Werdegang. Zudem stellen wir eine Lösung vor, wie man in Remagen mit einem mobilen Schwimmbecken für mehr Wasserfläche sorgt und eine Agentur, die dem Personalmangel in Schwimmbädern den Kampf angesagt hat.

Umso wichtiger ist es, den Wert des Schwimmens wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken. Schwimmen zu können ist mehr als ein schönes Hobby – es ist eine grundlegende Fähigkeit, so selbstverständlich und lebenswichtig wie das Laufen. Sie zu erlernen und zu erhalten bedeutet Sicherheit, Teilhabe und Gesundheit. Es liegt an uns allen, dafür einzutreten, dass auch zukünftige Generationen dieses Können nicht verlieren, sondern mit derselben Leichtigkeit und Freude ins Wasser eintauchen können, wie wir es einst getan haben.

Viel Spaß beim Lesen und lasst euch diese Ausgabe „schmecken“.

Euer

Dominik Seel
Redaktionsleiter SPORT Rheinland-Pfalz
d.seel@lsb-rlp.de


EINSCHWIMMEN

Sport in Zahlen

16700

In ein Olympisches Schwimmbecken passen ungefähr 16.700 gefüllte Badewannen. Bei einer Mindesttiefe von zwei Metern entspricht das ungefähr 2,5 Millionen Litern Wasser.

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