MACHT & MEINUNG

RHEINLAND-PFALZ WÄHLT SPORT

Die Landtagswahl 2026 – was hat der Sport damit zu tun?


Am 22. März wählen die Bürger*innen in Rheinland-Pfalz ihren neuen Landtag. Was hat das eigentlich mit Sport zu tun? Jede Menge, würden wir sagen. „Die Sportvereine im Land sind mit 1,4 Millionen Mitgliedern die größte bürgerschaftliche Vereinigung im Land. Deren Interessen sollten gehört werden – und nicht nur das: sie sollten Niederschlag in den Wahlprogrammen finden und nach der Wahl ein wichtiges Thema in den Koalitionsgesprächen der kommenden Regierungsfraktionen sein“, betont Monika Sauer, die Präsidentin des Sportbundes Rheinland.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurden im Vorfeld der Wahl nicht nur zentrale Forderungen aufgestellt, sondern mit neuen Formaten der entscheidende Schritt weitergegangen. In vier Wahlarenen in Mainz, Zweibrücken und Eitelborn wurden innerhalb der letzten Monate unsere sportpolitischen Pläne mit den im Landtag vertretenen Parteien diskutiert, mit denen dies für den Landessportbund und die vier regionalen Sportbünde satzungskonform möglich ist. Hierbei haben wir die zehn Wahlforderungen des organisierten Sports und die Wahlprogramme zur Landtagswahl 2026 sichtbar gemacht. Bis zum Januar 2026 haben insgesamt 14 Landespolitiker*innen und Landtagsabgeordnete an unseren Wahlarenen teilgenommen, darunter auch die Spitzenkandidaten und Spitzenkandidatinnen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Freien Wählern. Eine Auswertung der aktuellen Wahlprogramme bestätigt, dass das Politikfeld Sport und unsere Forderungen wesentlich stärker in den Wahlprogrammen vertreten sind als noch vor fünf Jahren. Das kann als erster Erfolg verbucht werden. Nun gilt es, dieses Etappenziel nachhaltig in den nach der Wahl folgenden Prozessen einzufordern und dafür zu sorgen, dass sich die Forderungen auch im tatsächlichen politischen Handeln nach der Wahl wiederfinden.

Unten haben wir eine Übersicht erstellt, welche Forderungen in welchem Umfang Einzug in die Parteiprogramme gehalten haben: für den einen oder anderen unentschlossenen Sportfreund könnte es als Entscheidungshilfe dienen.

„Auf dem Weg zum Bewegungsland Nr. 1 bauen wir die Sportförderung für Bau und Sanierung von Sportstätten – insbesondere von Schwimmbädern – gezielt weiter aus und vereinfachen dabei die Förderverfahren, damit Kommunen und Amateursportvereine ihre Anlagen weiter betreiben können.“ (Auszug aus dem Wahlprogramm) 

„Um den Stellenwert des Sports auch strukturell zu unterstreichen, werden wir erstmals einen Staatssekretär für Sport und Ehrenamt in der Staatskanzlei einführen. Damit erhalten Sport und Ehrenamt eine starke Stimme im Zentrum der Landessregierung und werden ressortübergreifend koordiniert.“ (Auszug aus dem Wahlprogramm)

„Jedes Kind in Rheinland-Pfalz soll nach der Grundschule schwimmen können. Dafür brauchen wir neben ausreichend Schwimmlehrer*innen auch eine gute Bäderinfrastruktur. Unsere bestehenden Schwimmbäder wollen wir daher mit einem Sonderförderprogramm erhalten und sanieren.“ (Auszug aus dem Wahlprogramm)


„Wir setzen uns für einen Sportstättenzustand-Atlas ein, in welchem das Land einen Überblick erhält, wie die Situation der Sportstätten im Land ist. Hieraus wollen wir einen Investitionsplan bis 2030 ableiten, um den bestehenden Investitionsstau bei Sportstätten deutlich abzubauen.“ (Auszug aus dem Wahlprogramm)

„Das Rückgrat des Sports ist das Ehrenamt. Trainer, Übungsleiter und Vereinsvorstände leisten Unbezahlbares. Wir wollen sie entlasten – durch Bürokratieabbau, Digitalisierung der Vereinsverwaltung und eine deutliche Erhöhung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen.“ (Auszug aus dem Wahlprogramm)

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