MACHT & MEINUNG

WIR SIND AUF EINEM GUTEN WEG – ABER NOCH LANGE NICHT AM ZIEL

Sportvereine sind weit mehr als nur Treffpunkte für sportliche Aktivitäten. Sie sind Motoren einer gesunden Gesellschaft, die einen wesentlichen Beitrag zur körperlichen und mentalen Gesundheit leisten. Gleichzeitig schaffen sie vielfältige gesellschaftliche Angebote durch den unbezahlbaren Wert ehrenamtlicher Leistung. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können Sportvereine noch weitere gesellschaftliche Aufgaben übernehmen. Sie werden zu Inklusions- und Integrationsmotoren, bieten spezielle Programme für Kinder und Jugendliche während der Ferienzeiten, sind ein Ort vielfältigster Bildung und engagieren sich in Kooperationen mit Schulen und Kitas. 

Mit den Wahlarenen haben wir einen neuen Weg eingeschlagen – und das mit Erfolg. In der Vergangenheit haben wir auf Wahlprüfsteine gesetzt, die bei hohem Aufwand nur begrenzte Wirkung entfalten konnten. Jetzt sehen wir erste Ergebnisse: Unsere zentralen Forderungen finden sich in Teilen bereits in den Wahlprogrammen der Parteien wieder. Das zeigt: Der direkte Dialog wirkt.

Warum ist das so wichtig? Sportvereine sind weit mehr als Orte der Bewegung. Sie sind soziale Netzwerke, Integrationsmotoren und Bildungsstätten. Sie fördern Gesundheit, schaffen Gemeinschaft und bieten Chancen für alle Generationen. Damit diese Leistungen auch künftig möglich sind, braucht der Sport verlässliche Rahmenbedingungen.

Unsere Forderungen an die Politik sind klar:

  • Sport braucht Sichtbarkeit. Eine eigene Abteilung Sport in der Landesregierung würde die Themen bündeln und die Koordination verbessern.
  • Sport braucht Räume. Moderne, barrierefreie Sportstätten sind die Grundlage für Breiten-, Freizeit- und Leistungssport. Dazu gehören ein Sanierungsplan 2030, ein Sportstättenatlas und ein Schwimmbadinvestitionsprogramm
  • Sport ist für alle da. Wir fordern eine Stärkung des Ehrenamts durch Entbürokratisierung, bessere Übungsleiterförderung und faire Entlohnung im Leistungssport. Ebenso unverzichtbar sind institutionalisierte Stellen zur Gewaltprävention.
  • Rheinland-Pfalz kann Bewegungsland Nr. 1 werden. Die beim Bewegungsgipfel vereinbarten Ziele dürfen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern müssen mit konkreten Maßnahmen umgesetzt werden.

Unsere Wahlarenen haben gezeigt: Wenn wir den Dialog suchen, können wir etwas bewegen. Jetzt liegt es an der Politik, den Worten Taten folgen zu lassen. Dafür werden wir in unserer Kommunikation bis zum und nach dem Wahltag nicht nachlassen und setzen auf die Unterstützung aller Sportvereine in Rheinland-Pfalz. Jeder kann auf seiner Ebene politisch beeinflussen. Gemeinsam können wir die Stärke des Sports mit seinen 1,4 Mio. Mitgliederschaften sichtbar demonstrieren. 

Der organisierte Sport hat Forderungen 

Sport braucht Räume, Sport muss sichtbar sein

Sportvereine sind weit mehr als nur Treffpunkte für sportliche Aktivitäten. Sie sind Motoren einer gesunden Gesellschaft, die einen wesentlichen Beitrag zur körperlichen und mentalen Gesundheit leisten. Gleichzeitig schaffen sie vielfältige gesellschaftliche Angebote durch den unbezahlbaren Wert ehrenamtlicher Leistung. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können Sportvereine noch weitere gesellschaftliche Aufgaben übernehmen. Sie werden zu Inklusions- und Integrationsmotoren, bieten spezielle Programme für Kinder und Jugendliche während der Ferienzeiten, sind ein Ort vielfältigster Bildung und engagieren sich in Kooperationen mit Schulen und Kitas. 

Damit Sportvereine, Sportler*innen und Ehrenamtliche auch in Zukunft eine prägende Rolle in der Gesellschaft übernehmen können, appellieren der Landessportbund und die regionalen Sportbünde an die Politik, die Bedürfnisse des Sports in Rheinland-Pfalz stärker mitzudenken und die Strategien und Vorschläge des organisierten Sports zu berücksichtigen.


Rheinland-Pfalz auf dem Weg zum Bewegungsland #1 

Menschen für Bewegung und Sport zu begeistern und damit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der einzelnen Individuen als auch der Gesellschaft zu leisten, ist das gemeinsame Ziel, das beim Bewegungsgipfel verabredet wurde. Das Ziel Bewegungsland #1 zu werden, muss dafür mit Leben und konkreten Zielen gefüllt werden und auch in einer politischen Priorisierung der Förderung von Bewegung und Sport widerspiegeln.


Sport muss sichtbar sein – wir brauchen eine eigene Abteilung Sport 

Wir brauchen die Unterstützung der zukünftigen Landesregierung für eine eigene Abteilung Sport. Viele der Themen, die den (organisierten) Sport direkt betreffen, sind breit über die Ministerien der Landesregierung verteilt (Bildung, Jugend, Integration, Soziales, Innen). Was fehlt, ist eine direkte und hauptverantwortliche Ansprechperson für alle wesentlichen Belange des Sports, gebündelt in einem einzigen Ressort.


Sport braucht Räume: Moderne und zukunftsfähige Sportstätten 

Trotz ihrer gesellschaftlichen Bedeutung stehen viele Sportstätten vor großen Herausforderungen. Sanierungsbedarf, Modernisierungsnotwendigkeiten oder fehlende Ressourcen für den Ausbau sind alltäglich und gut dokumentiert. Eine gezielte Förderung der Sportinfrastruktur stärkt nicht nur den Sport selbst, sondern trägt auch zur Lebensqualität und Gesundheit der Bevölkerung bei. 

a. Sport als Pflichtaufgabe in den kommunalen Aufgabenkatalog

„Der Sport ist durch das Land, die Gemeinden und Gemeindeverbände zu pflegen und zu fördern.“ So steht es in der Landesverfassung von Rheinland-Pfalz. Trotzdem sind klamme Kommunen oft gezwungen, beim Sport den Rotstift anzusetzen. Die Genehmigungsfähigkeit kommunaler Haushalte darf nicht länger zu Lasten des Sports gehen. 

b. Umfassendes Schwimmbadinvestitionsprogramm 

Schwimmen im Sportunterricht muss wieder die Regel sein. Wir brauchen ein flächendeckendes Schwimmbadinvestitionsprogramm für Rheinland-Pfalz, das neue Schwimmflächen unkompliziert möglich macht. Wir 50- und 25-Meter-Bahnen, um Schulen und Vereinen Platz für Schwimmunterricht und -training zu bieten. 

c. Sanierungsplan 2030 und Sportstättenatlas

Das Land Rheinland-Pfalz hat sich im Rahmen der Erklärung zum Bewegungsgipfel verpflichtet, Kommunen, Vereine und Verbände mit Förderprogrammen bei der Schaffung, Modernisierung und Instandhaltung von Sportstätten und Bewegungsräumen auf hohem Niveau zu unterstützen. Ein Sanierungsplan 2030 muss den Weg hin zu einer lebendigen Sportlandschaft klar zeichnen und der vorhandene Investitionsstau sukzessive abgebaut werden. Dafür brauchen wir einen digitalen Sportstättenatlas für Rheinland-Pfalz.


Sport ist für alle da: Mensch & Ehrenamt im Mittelpunkt 

a. Institutionalisierte Stellen zum Schutz vor Gewalt sind unverzichtbar 

Die Prävention von interpersonaler Gewalt im organisierten Sport ist von zentraler Bedeutung für das Wohl von Sportler*innen, insbesondere im Kinder- und Jugendbereich. Es braucht langfristig angelegte Stellen zur Prävention von und Intervention bei Gewalt im organisierten Sport, die durch gesicherte Finanzierung unterstützt werden. Es bedarf zusätzlicher finanzieller Mittel zur flächendeckenden Implementierung von Präventions- und Schulungsmaßnahmen für Vereins- und Verbandsstrukturen, genauso wie Fortbildungsangebote für Trainer*innen, Übungsleiter*innen und Ehrenamtliche. 

b. Anpassungen der Entlohnung von Trainer*innen im Leistungssport 

Um talentierte Trainer*innen für den Leistungssport zu gewinnen und langfristig zu halten, ist es unerlässlich, die Entlohnung an tarifliche Bedingungen anzupassen.

c. Weniger Bürokratie entlastet unsere ehrenamtlich Engagierten 

Ehrenamtliches Engagement ist das Fundament für eine gerechte und vielfältige Gesellschaft. Das Ehrenamt muss mit der Lebenswirklichkeit der Menschen vereinbar sein. Dafür bedarf es einer spürbaren Entlastung durch konsequente Entbürokratisierung und Digitalisierung. 

d. Erhöhung der Übungsleiter-Bezuschussung 

Eine faire und angemessene Honorierung sollte auch für eine zukünftige Landesregierung Ausdruck der Wertschätzung gegenüber ehrenamtlich tätigen Übungsleitenden sein. Die zur Verfügung gestellten Landesmittel zur Übungsleiterförderung müssen in den nächsten Jahren sukzessive und deutlich erhöht werden. 

e. Übungsleiter*innen- und Ehrenamtspauschale ausbauen 

Die zuletzt vereinbarte Anhebung der Übungsleiter*innen- und Ehrenamtspauschale ist ein wichtiger Schritt. Auch für die Zukunft regen wir an, dass die Landesregierung auf Bundesebene für eine Anpassung und Annäherung der Pauschalen wirbt.

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