Bei uns ist kein

Platz für Gewalt

  Weder auf der Matte ... 


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Liebe Leser*innen,

wir freuen uns sehr, euch diese besondere Ausgabe der SPORT Rheinland-Pfalz vorstellen zu dürfen. Besonders – weil sie sich einem sensiblen Thema widmet, dass oftmals mit Unsicherheiten, Fragen und mitunter auch Zurückhaltung verbunden ist, bei dem Wegschauen aber keine Option ist: Die Rede ist von „Gewalt im Sport“. 

Sport steht für Fairness, Teamgeist und soziales Miteinander, er bietet Gemeinschaft, Mitgestaltung und Vertrauen. Gerade diese positiven Werte bringen aber auch besondere Näheverhältnisse, Abhängigkeiten und Machtgefälle mit sich – und damit potenzielle Risiken für Grenzverletzungen und Gewaltvorfälle. Studien und Erfahrungsberichte zeigen deutlich: Interpersonale Gewalt (psychische, physische und sexualisierte Gewalt) kommt - neben allen anderen Gesellschaftsbereichen - auch im Sport vor. Oft bleibt sie lange verborgen und die Dunkelziffer ist hoch.  

Wir Sportvereine und Sportverbände tragen Verantwortung. Mit unseren rund 1,45 Millionen Mitgliedern in über 5.700 Vereinen sind wir ein bedeutendes Puzzleteil in einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe: Ein Umfeld zu schaffen, in dem Menschen ihren Sport frei von Gewalt ausüben können und in dem vor Ort eine Kultur der Aufmerksamkeit und des Handels gelebt wird.

In dieser Ausgabe möchten wir euch vorstellen, was Gewalt im Sport bedeutet, welche Gewaltformen es gibt und warum eine klare Haltung so entscheidend ist. Wir stellen unsere Unterstützungsleistungen vor und sprechen mit unseren Kolleg*innen, die sich seit über einem Jahrzehnt intensiv mit diesem Themenfeld beschäftigen. Im Interview berichten sie von gesellschaftlichen und strukturellen Veränderungen und von Fortschritten in der Präventionsarbeit.

Besonders bewegt hat uns das Gespräch mit Ulrike Breitbach, einer ehemaligen Leichtathletin, die Gewalt durch ihren damaligen Trainer erfahren hat. Ihre persönliche Geschichte zeigt uns eindrücklich, wie lange Gewalt nachwirkt und wie wichtig es ist, hinzuschauen und zuzuhören.  

Wir stellen euch Fachberatungsstellen, wie den WEISSER RING und Safe Sport vor, bei denen Hilfe und Unterstützung gefunden werden kann. Zudem möchten wir Orientierung und Impulse mitgeben, etwa am Beispiel des Judovereins Kim-Chi Mainz, der sich seit vielen Jahren für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt engagiert. 

Ich hoffe sehr, dass diese Ausgabe uns allen Mut macht, sich noch stärker diesem wichtigen Thema engagiert anzunehmen. Unser gemeinsames Ziel ist klar: Bei uns ist kein Platz für Gewalt. Weder auf dem Sportplatz noch in Sport- und Schwimmhallen, im Vereinsleben oder in den Strukturen, die unsere Sportlandschaft tragen.

Viel Freude – und wichtige Impulse – beim Lesen.

Eure

Elsa Meurer, Referentin Gewalt im Sport
e.meurer@lsb-rlp.de

Mehr Informationen unter www.sportbund-rheinland.de

Mehr Informationen unter www.sportbund-rheinland.de

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IN EIGENER SACHE

Rückmeldungen unsere Leser*innen zur letzten Ausgabe

Wir freuen uns immer wenn wir von euch Feedback erhalten. Und anscheinend haben wir mit unserem TOPTHEMA in der vergangenen Ausgabe ein für viele wichtiges Thema adressiert. Hier ein paar Auszüge zu unserer letzten Ausgabe mit dem TOPTHEMA Wintersport in Rheinland-Pfalz.


“​Vielen Dank für den schönen Bericht (zum Ganzjahreskonzept am Erbeskopf, d.Red). Er hat eine große Reichweite entfaltet.

Aus nordischer Sicht finde ich als Vereinsvorsitzender und Leiter des DSV Nordic aktiv AZ Skiverband Rheinland e.V. fast alles von euch aufgeführt.

Die Ausgabe mit dem Sonderteil Wintersport gefällt uns sehr gut. 
Vielen Dank dafür.

Herzlichen Dank für diesen fundierten Kommentar zum Thema Wintersport in RLP. (…) Macht weiter so, immer wieder den Finder in auftretende Wunden zu legen oder präventiv Ideen zu entwickeln, wie diese erst gar nicht aufbrechen können.

Sport in Zahlen

1

Jeder einzelne Fall von interpersonaler Gewalt ist ein Fall zu viel. Aus dem Jahresbericht des Safe Sport e.V., der unabhängigen Ansprechstelle für Betroffene sexualisierter, psychischer und physischer Gewalt, geht hervor, dass im Jahr 2025 bundesweit insgesamt 236 Hilfegesuche nur an diese Stelle gerichtet wurden. Die Dunkelziffer dürfte allerdings um ein Vielfaches höher liegen.

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