MACHT & MEINUNG

Neue köpfe - erste signale
Minister Klein und Staatssekretär Welling stellen sich vor
Mit Marcus Klein und Torsten Welling übernehmen zwei Neue politische Verantwortung für den Sport in Rheinland-Pfalz. Zwei Persönlichkeiten, die den Sport aus eigener Erfahrung kennen und die ihn künftig gemeinsam mit dem organisierten Sport weiterentwickeln wollen. Die persönlichen Porträts auf den folgenden Seiten geben Einblick in ihre Biografien, ihre Motivation und ihre ersten inhaltlichen Schwerpunkte.
Der Zeitpunkt ist günstig: Der organisierte Sport kann für sich verbuchen, dass seine zentralen Anliegen aus den zehn Wahlforderungen nahezu vollständig Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden haben. Das ist ein starkes Signal und Ausdruck der gewachsenen Wertschätzung von Sport und Ehrenamt seitens der politisch handelnden Personen. Themen wie ein verbindlicher Sportpakt, die Stärkung der Infrastruktur, der Abbau bürokratischer Hürden oder die bessere Unterstützung des Ehrenamts sind klar adressiert – und finden sich auch in den Vorstellungen von Klein und Welling wieder. Das ist eine gute Grundlage für die nächsten fünf Jahre.
Gleichzeitig heißt es nun, sich persönlich kennenzulernen. Denn jenseits von Programmen und Papieren wird erfolgreiche Sportpolitik immer im Dialog gemacht. Marcus Klein, der Sport und Ehrenamt bewusst nah an der Regierungsspitze verortet sieht, und Torsten Welling, der sich ausdrücklich als Ansprechpartner für die Vereine versteht, setzen erkennbar auf Austausch und Kooperation. Deswegen war Sportminister Klein am 8. Juli auch gleich Gast einer außerordentlichen Präsidiumssitzung im Haus des Landessportbundes zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung im September.

Für den Sport ist es gute Ausgangslage, aber auch weiterhin eine klare Aufgabe. Es gilt, frühzeitig tragfähige Arbeitsbeziehungen aufzubauen, Vertrauen zu entwickeln und sich einen gemeinsamen Prioritätenkatalog zurechtzulegen. Der organisierte Sport braucht verlässliche Partner in der Politik. Umgekehrt profitieren auch Politik und Gesellschaft von einem starken, gut vernetzten Sport, der Bewegung, Gesundheit und Zusammenhalt fördert.
Die ersten 100 Tage bieten die Chance, hierfür die Grundlage zu legen. Wenn es gelingt, aus den formulierten Zielen konkrete Maßnahmen abzuleiten und dabei die Perspektiven von Landesregierung und Sportorganisationen zusammenzuführen, kann eine echte Aufbruchstimmung entstehen.
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