SBR-Mitgliederversammlung:
Sport fordert Politik zu Taten auf
Einstimmige Entscheidung zur Anpassung des Mitgliedsbeitrags

Den Auftakt der Versammlung bildete eine von SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke geleitete Talkrunde mit dem neuen Staatssekretär des Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien, Torsten Welling, und dem Präsidenten des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, Rudolf Storck. Welling erläuterte den Stellenwert des Sports für die neue Landesregierung und erklärte, warum mit belastbaren Fortschritten erst 2027 zu rechnen sei. Storck wiederum machte deutlich, dass der organisierte Sport Ergebnisse nachdrücklich einfordern werde, denn „Zurückhaltung hat sich nicht bewährt.“
Sportpolitische Erfolge
In ihrem Bericht blickte Präsidentin Monika Sauer unter anderem auf die sportpolitischen Aktivitäten der vergangenen Monate zurück. Viele Forderungen des organisierten Sports seien im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung verankert. „Schließlich geht es nun darum, mit der neuen Landesregierung eine neue sportpolitische Grundlage zu erarbeiten und Stück für Stück niedergeschriebene Ziele in die Tat umzusetzen“, betonte Sauer. Dabei machte die Präsidentin deutlich, dass sich die politische Anerkennung des Sports künftig auch in konkreten finanziellen Entscheidungen widerspiegeln müsse: „Wenn die Bedeutung und die Wichtigkeit des Sports politisch formuliert wird, dann muss auch die Förderung diese Wichtigkeit zeigen.“
Mitgliedsbeitrag angepasst
Einstimmig verabschiedeten die rund 150 Delegierten die Jahresabschlüsse 2024 und 2025 sowie die Haushaltspläne für die Jahre 2026 und 2027. Ebenso einstimmig fiel die Entscheidung über die Anpassung des Mitgliedsbeitrags von bislang 70 auf künftig 95 Cent pro Mitglied aus. Die Erhöhung berücksichtigt insbesondere die allgemeine Kostenentwicklung, die künftig im Beitrag enthaltenen Kosten für das Verbandsmagazin SPORT Rheinland-Pfalz sowie weitere bisher gesondert berechnete Leistungen. Trotz dieser Veränderungen bleibt der neue Beitrag unter den tatsächlich kalkulierten Kosten.
Mit ihren Beschlüssen stellte die Mitgliederversammlung die Weichen für die Arbeit des organisierten Sports im Rheinland der kommenden Jahre. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass der organisierte Sport seine durch die öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten im Umfeld der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gestärkte politische Position nutzen will, um die Interessen seiner Vereine und Verbände mit noch mehr Nachdruck zu vertreten und die gesetzten Ziele gemeinsam mit Vertretern der Politik auf kommunaler Ebene und auf Landesebene umzusetzen.
