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Gesundheit bewahren,

bevor sie zerplatzt


Liebe Leser*innen,

ich hoffe, es geht Euch gut und Ihr seid gesund. Unsere Gesundheit kann man mit einer Seifenblase vergleichen: Solange sie intakt ist, erscheint sie selbstverständlich. Erst wenn sie zu zerplatzen droht, wird ihr wahrer Wert sichtbar. 

Genau deshalb widmet sich diese Ausgabe dem „Gesundheitssport“. Denn Gesundheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie entsteht dort, wo Menschen regelmäßig in Bewegung kommen, Gemeinschaft erleben und Verantwortung für sich selbst übernehmen. Kaum ein Ort vereint all diese Faktoren so selbstverständlich wie der Sportverein. 

Doch was genau ist eigentlich Gesundheitssport? Ist es das Rückentraining am Abend, die Reha-Gruppe nach einer Erkrankung oder bereits jede Form regelmäßiger sportlicher Betätigung? Gemeinsam mit Dr. Andreas Barz ordnen wir ein, was Gesundheitssport im engeren und im weiteren Sinne bedeutet, welche Chancen darin für Vereine liegen und an welchen Voraussetzungen die Entwicklung entsprechender Angebote hängt.  

Wie erfolgreich dieser Weg gelingen kann, zeigt der TV Oberstein. Der Verein hat über Jahre Angebote im Gesundheitssport entwickelt und beweist, dass entsprechende Angebote nicht nur gesellschaftlich relevant sind, sondern auch zur Zukunftssicherung eines Vereins beitragen können. Gleichzeitig haben wir beim Mombacher Turnverein eine Lungensportgruppe besucht. Dort wird deutlich, dass Sport weit mehr sein kann als Training oder Wettkampf. Für viele Teilnehmende bedeutet er Lebensqualität, Selbstständigkeit und die Gewissheit, mit gesundheitlichen Herausforderungen nicht allein zu sein.

Darüber hinaus haben wir die größten Krankenkassen gefragt, wie sie Sportvereine bei ihren gesundheitsfördernden Angeboten künftig besser unterstützen können. Die Antworten zeigen: Die Vereine werden als wichtiger Partner im Gesundheitssystem anerkannt. Die Krankenkassen würden gerne mehr Kooperationen starten. Sie treffen bei den Sportvereinen aber auf unterschiedliche Hürden. 

Eines wird auch im Rahmen der aktuellen Bestandsmeldung deutlich: Gesundheitssport darf kein Randthema sein. Schließlich treiben die meisten Menschen Sport nicht in erster Linie, um an Wettbewerben oder Spielen teilzunehmen. Sie bewegen sich, weil sie fit bleiben, Beschwerden vorbeugen oder ihre Lebensqualität erhalten möchten. Gesundheit ist damit längst kein Nebeneffekt des Vereinssports. Viele Mitglieder nehmen aus diesem Grund die Angebote der Sportvereine wahr. 

Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, Gesundheit nicht erst dann Aufmerksamkeit zu schenken, wenn sie verloren zu gehen droht. Die Vereine in Rheinland-Pfalz zeigen jeden Tag, dass Prävention, Bewegung und Gemeinschaft dabei eine entscheidende Rolle spielen können. 

In diesem Sinne, bewegt Euch und bleibt sportlich.

Eure

Sonja Kremer
​Referentin für Gesundheitssport im Landessportbund Rheinland-Pfalz 
s.kremer@lsb-rlp.de



WARMLAUFEN

Sport in Zahlen

236

Vereine in Rheinland-Pfalz sind mit dem Qualitätssiegel 
SPORT PRO GESUNDHEIT ausgezeichnet. 

Das Qualitätssiegel unterstützt Vereine dabei, ihre Angebote sichtbar zu machen, neue Zielgruppen anzusprechen und ihr Profil im Gesundheitssport zu stärken. Bundesweit sind es rund 4.000 Vereine, die zertifiziert sind.

Mehr dazu

Hoher Besuch beim 
Landessportbund in Mainz:

Biathlon-Bundestrainer Jens Filbrich (47) war Ende August im "Haus des Sports" zu Gast. Dabei stand der frühere Weltklasse-Langläufer auch für ein Interview bereit.

Mit Blick auf dem Wintersport in RLP stellte der gebürtige Thüringer klar:

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